Aktuelles

Liebe Freundinnen der Lesewerkstatt,

wir wollen vorsichtig den Start in unsere diesjährige Lesewerkstatt zum Thema und gleichnamigen Buch "Imperiale Lebensweise" wagen. In voraussichtlich sieben Sitzungen möchten wir in den kommenden Wochen und Monaten mit euch in entspannter Atmosphäre in den Internationalen Gärten Dresden die Kernaussagen des Ansatzes der Autoren Ulrich Brand und Markus Wissen erschließen und diskutieren.

Hinweise & Organisatorisches



Aufgrund der aktuellen Corona-Epidemie sind wir als Veranstalter der Lesewerkstatt dazu angehalten, die geltenden Behördenvorgaben zum Infektionsschutz mit einem eigenen Hygienekonzept umzusetzen. Bitte lest das Konzept kurz durch und berücksichtigt dieses während des Besuchs der Lesewerkstatt im Interesse aller. Unterstützt uns dabei, dass unsere Veranstaltungen ohne weitere Einschränkungen stattfinden und wir uns wieder wichtigen Zukunftsthemen zuwenden können:

1. Sendet uns eine kurze Email zu eurer Teilnahme.
2. Schaut euch das Hygienekonzept der Lesewerkstatt (PDF) an.

Die Teilnahme an der Lesewerkstatt ist jederzeit und zu allen Termin möglich. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, hilft uns aber in der aktuellen Situation, die Einhaltung unseres Hygienekonzepts zu sichern. Zur Anmeldung schreibt kurz eine Email an c.baerisch@umundu.de

In den Sitzungen der Lesewerkstatt besprechen wir gemeinsam die Inhalte der im Vorfeld zuhause gelesenen Textpassagen, klären Verständnisfragen, diskutieren strittige Punkte oder tauschen inspirierende Erkenntnisse aus. Auch Menschen, die den aktuellen Text nicht gelesen haben, können an der Lesewerkstatt teilnehmen und ihre Positionen zu Themen der aktuellen Lektüre einbringen.

Der aktuelle Text der Lesewerkstatt kann bei Bedarf als eingescannte, passwortgeschützte PDF heruntergeladen werden. Das Passwort erhaltet ihr auf Anfrage nach einer kurzen Anmeldung unter c.baerisch@umundu.de.

Aktuelle Informationen zur Lesewerkstatt, zu Änderungen, Neuigkeiten, spannender Lektüre erhaltet ihr auf dieser Website und über das Lesewerkstatt-Mailabo.

Thema &
Termine
2020

Ulrich Brand & Markus Wissen, 2017: Imperiale Lebensweise - Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus.

27. Mai 2020

Auftakt: An den Grenzen einer Lebensweise
18-19:30 | Internationale Gärten

10. Juni 2020

Krise & Transformation

18-19:30 | Internationale Gärten

24. Juni 2020

Der Begriff der Imperialen Lebensweise
18-19:30 | Internationale Gärten

8. Juli 2020

Die Entstehung der imperialen Lebensweise
18-19:30 | Internationale Gärten

22. Juli 2020

Die globale Verallgemeinerung und Vertiefung
18-19:30 | Internationale Gärten

05. August 2020

Falsche Alternativen

18-19:30 | Internationale Gärten

19. August 2020

Konturen einer solidarischen Lebensweise
18-19:30 | Internationale Gärten

Die Lese­werk­statt

D
ie Lesewerkstatt ist ein offenes Treffen für Menschen mit Inter­esse an Texten zu Themen rund um nach­haltige Ent­wick­lung. In ge­müt­licher Runde disku­tieren wir alle zwei Wochen etwa 90 Minuten lang Texte, die sich der Analyse und Beschrei­bung aktueller gesell­schaft­licher Heraus­for­der­ungen sowie mög­licher Lösungs­ansätze und Ent­wick­lungs­perspek­tiven widmen. An der Lese­werk­statt können Menschen zwischen 16 und 116 teil­nehmen, die gerne lesen, diskutieren oder auch nur lau­schen wollen und die sich u.a. für die Themen Nach­haltig­keit und Ent­wicklung, Öko­logie, Öko­nomie und Politik, Gerechtig­keit, Globa­lisierung und gesell­schaft­licher Wandel interessieren und Lust haben, unsere komplexe Welt besser verstehen zu lernen. Ein Vorwissen zu den ausge­wählten Themen ist nicht erforder­lich, jedoch Neugier, Mut zum Fragen stellen und Lust zum Mit- und Querdenken.

Kontakt &
Newsletter

Fragen zur Teilnahme, zur Lesewerkstatt, zum Zugang zu den aktuellen Texten, zum Veranstaltungsort oder zu weiteren Dingen sendet bitte per Mail an Christian unter: c.baerisch@umundu.de.

Mit dem Lesewerkstatt-Newsletter erhaltet ihr regelmäßig und rechtzeitig Informationen zu Literatur, Terminen und organisatorischen Fragen rund um die aktuelle Lesewerkstatt.

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Ort & Adresse



Die Treffen der Lesewerkstatt richten wir in den Internationalen Gärten Dresden aus.
Den Gemeinschaftsgarten findet ihr unter der folgenden Adresse:

Internationale Gärten Dresden
Holbeinstraße / Ecke Permoserstraße
Dresden Johannstadt

Lesenswert

Wir möchten euch ein paar Bücher empfehlen, die uns in den vergangenen Jahren bei unsere Arbeit in den verschiedenen Projekten eine wertvolle inhaltliche Orientierung boten und die uns besonders inspiriert haben.

Die Welt reparieren
Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller, Karin Werner (Hg.), 2016: Die Welt reparieren. Bielefeld: transcript.
Utopie


Mal angenommen, es wäre in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsordnung lukrativer, beständig neue Produkte auf den Markt zu bringen, anstatt ältere weiter zu nutzen oder defekte zu reparieren. Unsere Welt ginge wahrscheinlich irgendwann kaputt. Wie ginge es anders, wie ginge es besser? Das Buch versammelt in Theorie und Praxis Ideen, Ansätze und Praxisbeispiele einer gemeinschaftsbasierten Ökonomie, die der zerstörerischen Eigenlogik des orthodoxen Kapitalismus einen demokratischen und kooperativen modus operandi entgegenstellen. Mit freiem Zugang zu Wissen und Technologien wachsen Fähigkeiten und der Wille, die Welt gemeinsam zu reparieren. Inspirierend und motivierend. Das Buch kann bei Transcript kostenlos heruntergeladen werden.
Freie Geister
Ursula K. Le Guin, 2018: Freie Geister. Eine zwiespältige Utopie. Frankfurt am Main: Fischer Verlag
Utopie


Das Aufeinandertreffen zweier benachbarter Welten bietet einen großartigen Hintergrund für ein Gedankenexperiment, bei dem es um die Realitäten unterschiedlicher Gesellschaftsentwürfe und eben auch um Utopie geht. Der eigentliche Nicht-Ort ist in Ursula K. Le Guins Science-Fiction-Meisterwerk der Planet Anarres, dessen BewohnerInnen in einer anarchistischen Gesellschaft frei von Unterdrückung, aber auch frei von dem Zwang, künstlich erzeugte Bedürfnisse befriedigen zu müssen, leben. Die Herrschenden auf Urras betrachten Anarres jedoch lediglich als eine Bergbaukolonie. Im Versuch eines Dialogs zwischen Vertetern der Wissenschaft offenbaren sich die gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen der beiden Gesellschftssysteme.
Die Kultur der Stadt
Walter Siebel, 2015: Die Kultur der Stadt. Berlin: Suhrkamp.
Our Urban Future 2016 Lesewerkstatt 2016 Nachhaltige Stadtentwicklung


Die städtische Lebensweise ist seit jeher ein Lieblingsphänomen der soziologischen Forschung. In der Stadt verdichten sich das Leben und die sozialen Interaktionen in ihrer Heterogenität. Die Stadt ist Katalysator für wirtschaftliches Wachstum und für soziale, politische, kulturelle und technologische Entwicklungen. Stadt steht für Individualität, Vielfalt, Freiheit. So sah es schon Georg Simmel in seinem berühmten, 1903 erschienenen Aufsatz Die Großstädte und das Geistesleben. In dieser Tradition führt Walter Siebel mit seinem Buch Die Kultur der Stadt die Stadtforschung ins 21. Jahrhundert.
The Global City
Saskia Sassen, 1991: The Global City - New York, London, Tokyo. Princeton: University Press.
Our Urban Future 2016 Nachhaltige Stadtentwicklung Globalisierung

Wie verändert sich die Rolle der Städte im Zuge der Globalisierung? Die renommierte Stadtforscherin Saskia Sassen unternimmt in ihrem Buch den Versuch, Stadtentwicklung und Urbanisierung aus einem lokalen Bezugsrahmen zu lösen und in einen globalen Kontext zu betten. Damit wird, so die Annahme der Autorin, auch sichtbar, welche Bedeutung und Funktion Städte im globalisierten Kapitalismus haben.
Arrival City
Doug Saunders, 2016: Arrival City. München: Pantheon / Random House.
Our Urban Future 2016 Lesewerkstatt 2016 Nachhaltige Stadtentwicklung Armut & Reichtum

Douglas Saunders formuliert in seinem Buch eine hoffnungs­volle ent­wick­lungs­theore­tische und ent­wick­lungs­poli­tische Pers­pektive für das Wachstum von Mega­städten. Mit dem Begriff der „Ankunfts­stadt“ spricht er sich dafür aus, informelle Siedlungen oder eben Slums nicht als „chaotische, gefährliche, stinkende und kriminelle Geschwüre“ der Kernstädte zu betrachten, sondern als wichtige dynamische Durch­gangs­stationen, die – unter den richtigen Rahmen­beding­ungen – Menschen vom Land auffangen und ihnen Chancen für einen Weg aus der Armut in die mittel­schicht­orientier­ten Zentren anbieten. Verdrängt man die Slums, nimmt man Menschen die Möglich­keit, die infor­mellen Alltags­strukturen für die eigene Lebens­gestaltung zu nutzen.
Planet der Slums
Mike Davis, 2011: Planet der Slums. Berlin: Assoziation A.
Our Urban Future 2016 Lesewerkstatt 2016 Nachhaltige Stadtentwicklung Armut & Reichtum

Mike Davis entwirft in Planet der Slums im Gegensatz zu Saunders Arrival Cities ein dystopisches Bild der Urba­nisierung und des Lebens in infor­mellen Siedlungen. Für Davis wird das zukünftige Städte­wachs­tum vor allem im globalen Süden durch das Wachs­tum von Slums gekenn­zeichnet sein. Diese Slums sind aber nicht Durchgangs- , sondern End­stationen, Sack­gassen für eine wachsende Klasse der globalen Armuts­bevölkerung. Zwar wiederhole sich die Dynamik des europäischen und nord­amerika­nischen Städte­wachs­tums des 19. Jahrhunderts. Jedoch vollzieht sich dieser Prozess heute unter den Bedingungen einer beschleunigten Globali­sierung und einer exponentiell gewachsenen Welt­bevöl­kerung. Viele Städte im globalen Süden sind heute nahezu vollständig von der Industria­lisierung sowie dem Zugang zu interna­tionalen Märkten entkoppelt und bieten kaum reale Chancen zur Wohlstands­produktion für die Stadt­bevölkerung.
Das Recht auf Stadt
Henri Lefebvre, 2016: Das Recht auf Stadt. Hamburg: Edition Nautilus.
Nachhaltige Stadtentwicklung
Lesewerkstatt 2016


Lefebvres Streitschrift Das Recht auf Stadt ist eine umfassende Kritik an der gegen­wärtigen Ent­wick­lungs­logik unserer Städte und gleich­zeitig eine Vision und ein Ruf nach einer neuen und kritischen Aus­ein­ander­setzung mit dem Wesen der Urbanität. Denn Lefebvre sieht in ihr ein wesent­liches Ent­wicklungs­mo­ment mensch­licher Gesell­schaften. Städte sind die Räume des sozialen Austauschs, Motoren gesell­schaft­licher Mo­der­nisierung und Ent­wicklung und Orte revolu­tionärer Um­brüche. Diese Kraft des Urbanen jedoch ist bedroht durch die fort­schreitende Öko­nomi­sierung, die städte­planer­ische Kon­trolle und die poli­tische Segre­ga­tion von Menschen und Gruppen. Dem­gegen­über for­dert Lefebvre eine politisch-­kulturelle Gegen­bewegung ein, die das Recht auf Zentralität, d.h. die Offen­heit des urbanen Zentrums für alle und das Recht auf Unter­schiedlich­keit reklamiert. Reclaim the city! #right2city
Städte für Menschen
Jan Gehl, 2015: Städte für Menschen. Berlin: Jovis.
Nachhaltige Stadtentwicklung
Das gute Leben Armut & Reichtum


Städte haben das mensch­liche Maß verloren. Sie sind mehr und mehr zu dys­funktio­nalen Orten ohne Sinn für die sozialen und ästhe­tischen Bedürf­nisse ihrer Bewohner­Innnen geworden. Lärm, Aus­grenzung, Luft­ver­schmut­zung, Unfall­gefahren summieren sich zu den entwür­digenden Lebens­bedingungen, die heute typisch für die meisten Groß­städte der Welt sind. Wie aber lässt sich eine Stadt zu einer menschen­freund­lichen Stadt gestalten? Der dänische Architekt und Städte­planer Jan Gehl unter­sucht seit vielen Jahr­zehnten genau diese Frage. Sein wichtigster Grund­satz: Die Stadt muss aus der Pers­pektive eines Fuß­gängers, auf Augen­höhe erlebt werden. Nur so können wir wieder erkennen, was das menschliche Maß ist und wie sich dieses in der Gestaltung einer lebens­werten Stadt wider­spiegelt. Städte für Menschen ist ein un­verzicht­barer Zukunfts­kompass für eine Welt, in der zwei Drittel der Bewohner­Innen unseres Planeten in Städten leben werden.
Früchte des Zorns
John Steinbeck, 2015: Früchte des Zorns. München: dtv.
Unter uns der Boden
Armut & Reichtum


in Bearbeitung
Dreck
David Montgomery, 2010: Dreck - Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert. München: oekom.
Unter uns der Boden Lesewerkstatt 2015

In Bearbeitung
Wieviel ist genug?
Robert & Edward Skidelsky, 2013: Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens. München: Verlag Antje Kunstmann.
Das gute Leben Armut & Reichtum

Wenn die Produktivität durch Fortschritt wächst, müssten die Menschen immer weniger arbeiten, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, so zumindest die simple Überlegung von John Maynard Keynes in seinem Aufsatz "Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder". Warum aber ist diese Entwicklung bisher nicht eingetreten? Wieviel ist genug? Genug wofür eigentlich? Genug für ein gutes Leben natürlich. Doch was ist ein gutes Leben? Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt des Buches von Robert und Edward Skidelsky. Der Vater Ökonom und der Sohn Philosoph haben es sich zur Aufgabe gemacht, in einer sehr verständlichen und spannenden Reise durch die Theoriegeschichte ihrer Disziplinen und durch die historischen Realitäten bis in unsere Gegenwart hinein dem Mythos des Zauberwortes "Wirtschaftswachstum" auf den Grund zu gehen und eine Konzeption des Guten Lebens zu entwerfen. Sie bedienen sich dabei einer utopischen Hoffnung, die Keynes bereits 1930 niederschrieb und auf die wir heute vielleicht wieder schauen sollten.
Selbst denken
Harald Welzer, 2013: Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand. Frankfurt am Main: Fischer Verlag.
Das gute Leben Utopie


in Bearbeitung

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