Transition Towns als Fokusthema auf dem Umundu-Festival
Nicht erst seit Fukushima wissen wir, dass sich die Art unserer Energieerzeugung sowie auch unser Energieverbrauch ändern müssen. Aus diesem Bewusstsein entwickelte sich in den vergangenen Jahren eine Bewegung, die aus Großbritannien kommend nun auch Dresden erreicht: Die Transition Town-Bewegung.
„Transition Town“ bedeutet soviel wie „Stadt im Wandel“. Dahinter steht die Idee, die eigene Stadt in einen Übergang in eine Zeit nach Öl, Kohle und Uran zu begleiten sowie sie auf die Veränderungen durch den Klimawandel vorzubereiten. Dies passiert bereits in Dresden an den unterschiedlichsten Stellen und viele Menschen arbeiten daran, ihre Stadt zu verändern. Mit „Transition Town“ soll keine neue Initiative geschaffen werden, vielmehr liegt es uns am Herzen, eine gemeinsame Vision zu formen, mit der sich möglichst viele Menschen unserer Stadt identifizieren und verbinden können, um die Vielzahl der Aktivitäten zu verstärken und uns noch intensiver miteinander zu vernetzen.
Energiewende im Sinne des Transition-Prozesses bedeutet nicht nur, Solarzellen oder Windräder zur Stromerzeugung aufzustellen. Eine echte Energiewende bedeutet auch zu hinterfragen, wie wir in der Stadt wirtschaften, wie wir Güter und uns selbst transportieren, welche Entscheidungen wir in unserer Stadt treffen. Unsere Entscheidungen – politische oder auch Einkaufs-Entscheidungen – beeinflussen sowohl die Stadt in der wir leben als auch die globalen Handelsströme. Als Teil der globalen Transition-Bewegung lernen wir, welche Wirkungen das Handeln der Menschen in den Industrieländern auf den Rest der Welt hat, aber auch, dass sich durch lokales Handeln die globalen Strukturen beeinflussen lassen.
Das Umundu-Festival hat sich zu einer spannenden Plattform entwickelt, um wichtige Zukunftsfragen anzusprechen, zu diskutieren. Das Festival ist unsere Chance, die Idee einer „Stadt im Wandel“ zu unseren Dresdner Mitmenschen zu transportieren. Das bedeutet, dass Umundu Plattform ist, um die absehbaren Probleme wie Peak Oil und Klimawandel ebenso in den Fokus zu rücken, wie die Visionen, die sich auf kommunaler Ebene daraus ergeben: Höhere Widerstandsfähigkeit unserer Stadt, nachhaltigere Formen des Wirtschaftslebens, Reduzierung des Energieverbrauchs und Erhöhung der Eigenproduktion aus erneuerbaren Energien, mehr gemeinschaftliche Aktivitäten. „Transition Town“ meint, all diese Dinge könnten deshalb besonders auf Ebene unserer Stadt angegangen werden, weil dies die Ebene ist, die von uns allen beeinflussbar ist. Wenn alle Menschen auf diesem Planeten jeweils ihre eigene Kommune in solch einen Übergangsprozess schicken, folgt daraus letztlich eine globale Transformation – deren Teil wir auch in Dresden sein wollen.
Mehr Infos:
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http://www.transition-initiativen.de – deutsche Vernetzungsplattform
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http://transitionnetwork.org/ - international
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www.dresden-im-wandel.de - Dresdner Transition Town Gruppe





