Nachhaltiger Konsum

Der Begriff „nachhaltiger Konsum“ ist in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedlich definiert und bleibt ein unscharfes Konzept . Nach Schrader und Hansen (2002, S. 13) ist „Konsum dann nachhaltig, wenn er zur Bedürfnisbefriedigung aller heute lebenden Menschen führt und die Bedürfnisbefriedigungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen nicht gefährdet“. Unbestritten ist die Bedeutung des nachhaltigen Konsums für eine global nachhaltige Entwicklung (Worldwatch Institute 2004), was laut einer repräsentativen Umfrage auch von einer Mehrheit der Konsumenten in Deutschland anerkannt wird (BMU 2008). 

Eine Analyse des Wuppertaler Instituts für Klima, Energie und Umwelt ergab, dass insbesondere die Bedarfsfelder Lebensmittel/Ernährung, Mobilität/Verkehr, Wohnen/Haushalt, Tourismus/Reisen, Textilien/ Bekleidung sowie Finanzdienstleistungen für die Auswirkungen des individuellen Konsumverhaltens auf die Umwelt entscheidend sind (WI 2005). Angelehnt an diese Erkenntnisse thematisiert das Umundu-Festival jährlich eines dieser besonders relevanten Bedarfsfelder in einem Themen-Fokus. 

Es ist nicht das Ziel des Umundu-Festivals, eine statische Definition des nachhaltigen Konsums zu unterstützen. Vielmehr möchten wir mit der großen Bandbreite an Veranstaltungen und dem intensiven Austausch im Rahmen des Festivals einen öffentlichen Raum schaffen, um sich individuell und vielfältig diesem Themenkomplex anzunähern.